Donnerstag, 28. November 2013

Klischees über Italiener - ich räume auf! Und willkommen zurück!




Fast jeder hat eine Sucht.
Das Schreiben scheint die Meine nicht zu sein - so lange wie ich meine (nun wohl ehemals) treuen Leser habe warten lassen mit diesem Post.
Immerhin hatte ich den Anstand, den Blog aus dem Web herauszunehmen und nicht eure Klicks zu sammeln, während ihr verzweifelt auf ein Lebenszeichen des Kekses wartetet.
Meine Sucht ist wohl eher der Kaffee, um den sich mein nächster Beitrag (in hoffentlich nicht allzu weiter Zukunft)  unter anderem drehen wird. Aber dazu in den nächsten Tagen mehr.
Was hat sich in den letzten Monaten getan?
Ich lebe inzwischen seit vier Monaten in Italien. Den ersten Monat habe ich in der Toskana  in der schönen, kleinen Stadt Siena verbracht. Seit dem 31. August lebe ich nun noch bis Mitte Februar in Rom.





Nach dem ich mich nach bereits mehr als der Hälfte der Zeit endlich vollkommen zurecht finde, und der Alltag sich ebenso gestaltet wie er es in Berlin immer tat, gehen Tiffi und Keks geht also wieder online....
Da sich mein Leben im ERASMUS ansonsten zwischen momentan Death Metal, Farmville (ja ehrlich) und Lernen abspielt, kann ich eine Ablenkung kreativer Art, wie das Bloggen wirklich ausgesprochen gut gebrauchen. (Fällt noch jemandem außer mir zu „Metal, Zocken, Lernen“ in Kombination das Wort „Nerd“ ein?) 

Der Anstoß wieder online zu gehen, kam übrigens  von einem Blog, der morgen erst seinen zweiwöchigen Geburtstag feiert und den ich euch gerne vorstellen möchte:
WEDNESDAY OUT (*KLICK*)
Die beiden Autorinnen, Wahl-Berlinerinnen, Mütter und Unternehmerinnen Mitte 40 schreiben über meine Herzensstadt, Alltags-pannen und über ihre wöchentliche Mittwochsverabredung, die sie viel herumgeführt und gelehrt hat und außerdem hauptverantwortlich für die Gründung des Blogs war. 
Die ersten Posts haben mich unter anderem aufgrund der Themenwahl (wie zum Beispiel der Glosse über kochende Ehemänner und einem tollen Rezept für eine sehr ungewöhnliche Apfelsuppe - lecker!!) und außerdem dank des sehr ehrlichen, trockenen Schreibstils auf jeden Fall überzeugt, den beiden Ladys weiter zu folgen.  Schaut doch auch mal rein!
Für mich ist es eine gelungene Abwechslung, mir nicht nur immer von Hochzeitsbloggerinnen (Oh gott, ich habe es zugegeben...) und Motivtortenbäckerinnen, die Alters- und Vorliebenbedingt sich über die gleichen Sachen Gedanken machen wie ich, Input zu holen.

Als Einstieg zurück in die Bloggerwelt habe ich mir überlegt, mir zu erlauben, mit kursierenden, italienischen Vorurteilen aufzuräumen:
1. "Die Italiener sind mit voller Überzeugung Italiener"
Jaa, jaa und nochmal jaa. Nie war etwas so zutreffend wie dieses Klischee. Wie ich in einem alten Post schon einmal aufgegriffen habe, wird dieses Vorurteil schon allein durch die vorhandenen Restaurants in Italien untermauert. Dieses Volk schafft es so gut wie komplett, sämtliche andere Speisekarten der Welt auszublenden, und dass man inzwischen in Roma Capitale auch mal einen Hotdog oder das ein oder andere Sushirestaurant findet, hat seinen Ursprung höchstwahrscheinlich in den Bedürfnissen der globalisierungsgeschädigten Italiener zwischen 16 und 30. Und selbst diese internationalen Oasen sind so italienisch, dass man den beliebten, die Sushi begleitenden, eingelegten Ingwer nur unter der italienischen Vokabel "zenzero" bestellen kann. Die Originalbezeichnung "Gari" ist auch dem noch so sehr asiatisch aussehenden Betreiber des Restaurants unbekannt. 
2. "Italiener sind immer gut angezogen und sehen auch ansonsten gut aus"
Schwierig zu bewerten, wenn man eine Universität besucht, an der die Studenten schon alleine für ein Semester zehntausende von Euro bezahlen und sich folglich auch das dementsprechende Outfit leisten können. Aber da Geld ja bekanntlich nicht alles ist, bringt auch das teuerste Täschchen nichts, wenn man ansonsten den „Leggins ohne etwas drüber“-Trend trägt und dazu die Füße in formlosen Uggboots versenkt. Aber da ist meine Uni vielleicht eine Ausnahme: Während die Studentinnen der besagten Privat-Uni einfach stilecht sämtliche vorhandenen Louis Vuitton Muster und Farben in unterschiedlichen Kleidungsstücken und Accessoires mixen und an den männlichen Studenten vorbeigegangen ist, dass wildleder Schlüpfschuhe mit Goldspangen nicht gerade männlich sind, ist der Durchschnittsrömer doch recht auf sein Äußeres bedacht. Gerade im Vergleich mit Berlin scheint es mir nicht übertrieben, festzustellen, dass der Römer mehr Zeit vor dem Spiegel verbringt. Auch wenn mir im Leben nicht einfallen würde, jeden Gang zum Supermarkt oder zum Aperitivo in 20 cm Heels zu bewerkstelligen, muss ich doch neidlos zugeben, dass es wirklich gut aussieht (was man von der 5 Kilo Gel Friseur des entsprechenden Begleiters jedoch nicht behaupten kann).
3. "Italiener essen viel (Pizza)"
Absolut korrekt. Nachdem ich schon nach vier Monaten langsam überhaupt keine Lust mehr auf die gebackenen, belegten Teigfladen habe, scheint den Einheimischen das Bedürfnis nach Pizza genauso wenig auszugehen wie das Bedürfnis nach Wasser. In jeder noch so zwielichtigen Ecke der Stadt, in jedem Industriegebiet und in jeder Straße findet sich ein Pizzashop neben dem anderen, der meist auch nur den sehr einfallsreichen, auf einem Neonschild festgehaltenen Namen "Pizza" trägt und der die Frage aufwirft, wie er sich in diesem überfüllten Markt halten kann.
Doch nicht nur für die Pizza sind die Italiener bekannt. Auch die Mengen, die bei Restaurantbesuchen angeblich verschlungen werden, sind berühmt. Wer sich also immer schon gewundert hat, aus welchem Grund die meisten Italiener trotz des standardmäßigen, aus mindestens 4 Gängen bestehenden Menüs (Brot, Antipasti, Primo (Pasta), Secondo (Fleisch oder Fisch mit Beilage) und Dolce) schlank sind, der kann jetzt aufatmen: Vielleicht war es früher einmal Gang und Gebe tatsächlich all diese Gänge zu bestellen und auch tatsächlich zu verspeisen. Doch heutzutage sitzen auch in Italien viele Frauen bloß vor einem Stück gedünsteten Fisch mit Beilagensalat und gucken ihrem Freund/Verlobten/Ehemann neidisch zu, der ebenfalls nicht alles bestellt hat - er verzichtet nämlich schweren Herzens auf den Salat.
6. „Die spinnen die Römer“
Mein ungeschlagener Liebling unter den Klischees. Und so wahr, so wahr. Der ganze römische Alltag lässt sich vollständig in diesem Satz einfangen und so weiß ich nicht, wo ich mit Beispielen beginnen soll. Vielleicht sind es die krassen Gegensätze im Verhalten des Durchschnittsrömers, die uns Nordeuropäer stutzig werden lassen: Niemand lässt sich so viel Zeit beim Essen des Abendbrots wie die Römer. Da sitzt locker eine Gruppe von sechs Leuten für viele Stunden zusammen, trinkt Wein wie Wasser und kaut sich gegenseitig die Ohren ab. Betrachtet man allerdings die Frühstücks- und Mittagessensgewohnheiten, bleibt einem kaum die Zeit überhaupt zu einem Schluß zu kommen, so schnell sind das Hörnchen zum Frühstück und das Panino zum Mittag im Stehen verschlungen. Wer einen Italiener findet, der sich morgens zum Frühstücken im Café oder zuhause hinsetzt, bekommt einen Euro von mir. So etwas habe ich in den ganzen vier Monaten noch nicht gesehen.  Der nächste Gegensatz: Auch wenn Rom eine Großstadt ist, in der Leute leben, die z.B. morgens zu einer gewissen Uhrzeit pünktlich irgendwo sein müssen, Touristen die Straßen überfüllen und von einem vertrockneten Stein zum Nächsten kommen wollen, um ein Foto zu schießen,  junge Leute Abends auch außerhalb ihres Viertels ausgehen wollen, funktioniert das öffentliche Transportsystem nicht. Wirklich gar nicht! Es gibt genau zwei Ubahnlinien, die tagsüber ganz ordentlich fahren, damit allerdings gegen Mitternacht wieder aufhören (auch am Wochenende!) und natürlich zu zweit auch nicht die ganze Stadt erfassen können. Also Busse…. Ja, ja Busse. Sei dazu so viel gesagt: Es gibt keine Fahrpläne an den Bushaltestellen, man kann auch anderweitig auf normale Art und Weise keine Uhrzeiten rausfinden und falls man dann doch geschafft hat nach locker 40 Minuten warten einen Bus zu bekommen und auch tatsächlich in dem überfüllten Ding noch einen Platz zum Stehen gefunden hat, scheitert die Fahrt entweder an einer katholischen Parade, bei der viele Leute mitten auf einer eh schon verstopften Hauptstraße herumstehen und Statuen in die Luft halten, oder daran, dass man seine Endhaltestelle verpasst oder zu früh aussteigt, da die Haltestellen im Bus nicht angesagt oder angezeigt werden und man sich deswegen auskennen muss, um korrekt auszusteigen. Das verwirrende ist nun: Warum bleibt der Römer dabei so ruhig? Wartet geduldig ab, bis der Bus vielleicht doch noch um die Ecke kommt und grämt sich nicht, wenn er dann zwischen verschwitzten Menschen klebt oder vielleicht wegen Überfüllung nicht mehr zusteigen kann? Wenn ich längst kochend vor Wut meine zehnte Zigarette rauche, steht der Römer noch seelenruhig neben mir, guckt in die Luft und wartet ab. ABER sobald man den Römer motorisiert, ihm wahlweise 2 bis 4 Räder unter die vier Buchstaben schnallt und ihn selbst als Fahrzeugführer auf die Straße schickt, entwickelt er sich vom Lamm zum Wolf. Hupt bis die Hupe nicht mehr kann, brüllt den Straßenverkehr mit allem von „spinnst du“ bis „ich töte deine Angehörigen“ an, schlägt locker mal sein eigenes Autoradio aus der Armatur und läuft im Gesicht röter an, als gesund ist….

Um den Text nicht ins Unendliche fortzusetzten, halte ich an dieser Stelle für heute an und verbleibe mit dem Versprechen, auch die Fußballverrücktheit, die Unorganisiertheit, die Kafeesucht und das nicht vorhandene Backtalent der Bewohner von Roma Capitale bald aufzugreifen.

Einen schönen Start ins Wochenende.
Leonie 

Donnerstag, 11. April 2013

Das Thema der letzten 5,5 Monate & Homemade Peanut Butter Cups.


Guten Morgen ihr Lieben,
es scheint doch tatsächlich bergauf zu gehen mit den Temperaturen. Als ich gestern wie immer in Sibirienmontur das Haus verließ, musste ich voller Erstaunen nach den ersten paar Metern die Handschuhe ausziehen, nach den nächsten Metern den Schal lockern und den Mantel öffnen und als ich wenig später an meinem Ziel ankam und auch noch die Skimaske absetzen durfte und mir verdutzt das Anti-Kälte-Gel von den Wangen rieb, fühlte ich mich von Wind und Wetter fast ein wenig veräppelt. Nicht, dass ich mich beschweren mächte, auch wenn ich das gestern direkt tat, denn nun entfällt die natürliche Schneekühlung meines Bieres. Es wurde sofort lauwarm und schmeckte ein bisschen doof. 
Der sich nun doch ankündigende Sommer scheint ein allgemeines Glück zu sein, das die Spaziergänger auf den Straßen snscheinend kaum fassen oder einfach nicht akzeptieren können, da sie weder den Daunen-Einteiler, noch die handgestrickten Grobschals und Moonboots zu Hause lassen. Ich bin kein großer Fan davon über das Wetter zu reden, bzw. zu schreiben, aber ein langer Winter und die ewige Dunkelheit machen nach gewisser Dauer und Intensivität jeden mürbe. Frohnatur hin oder her: der Frost und das Grau belasten letzendlich jeden und der tägliche Smalltalk mit Bäcker, Kommilitonen und Co. drehte sich nur noch um das Eine. Ich glaube, es war nur knapp davor, dass wir alle zu depressiven Couchpotatos werden. Die vorherrschende Stimmung der jeweiligen Jahreszeit beeinflusst doch mehr als man glaubt. (Wir Steinzeitmenschen!) Vielleicht kann ich da nur von meinem Umfeld sprechen, aber ich habe das starke Gefühl, dass es nicht nur mir so erging. Zu Zeiten, zu denen man letztes Jahr schon in der prallen Sonne den Caffe Vanilla Latte tall mit Sojamilch extraheiß und ohne Koffein einnehmen konnte, werden doch die meisten langsam ungeduldig und irgendwann sogar erschöpft. 
Ich frage mich, wie die Menschen in anderen naturgemäß dunkleren Ländern ihren Esprit bewahren. Z.B. Norwegen, oder selbst New York State, wo ich anno dazumal ein Jahr verbrachte. Auch dort sind die Winter länger und kälter als in Deutschland. Die Lösung schien zu sein, alle Outdoorveranstaltungen auf Indoor umzuverlegen und sein Glück kaum fassen zu können, wenn die Highschool einen Snowday verkündete. Es folgte ein Dinerbesuch dem Nächsten und zur Not ein kleiner Shoppingtrip in der lokalen Mall (oder einfach im Supermarkt, auch das ist sehr angesagt), wo man sich zur Feier seiner selbst ein paar "Prezels" (SÜßES!!! Laugengebäck mit ZimtZucker????!!!!) einverleibte und jedem bekannten Gesicht "How-are-ya" hinterherbrüllte ohne eine Antwort abzuwarten. Aber beeindruckend war: Die allgemeine Zufriedenheit. Keiner war depressiv oder redete 24/7 über die aktuelle Außentemperaturen, denn jeder wusste, es wird auch wieder Sommer (eventually). 
In großer Vorfreude auf meinen ersten Coffee Frappuccino light tall dieses Jahr, muss ich, solange es noch nicht über 10° C warm ist, schnell ein letztes schokoladiges Rezept loswerden. Denn Schokolade (unter anderem mein 800gramm Osternest - Indoor zusammengesammelt versteht sich) hat mich fantastisch durch den Winter gebracht und als kleine Hommage an die tapferen Menschen aus dem kalten Buffalo folgen hier:

Homemade Peanut Butter Cups!

Zutaten: Peanutbutter Creamy, Vollmilchschokolade, Zartbitterschokolade, Papierförmchen.
Einfach Zartbitter und Vollmilchschokolade zusammenschmelzen und je einen Teelöffel in ein Pralinenpapierförmchen geben. Einen halben Teelöffeln Peanutbutter Creamy in die Schokolade setzen und leicht nach unten drücken. Einen weiteren halben Teelöffel Schokolade in die Förmchen geben und die Peanut Butter Cups zu "verschließen". Danach auskühlen lassen!

Eine schöne Restwoche wünschen Leo & der Keks.

Montag, 1. April 2013

Merry Easter: Erdbeertiramisu & Winzigste Gugl.


Ein denglishes Oster-Poem
Frühling is coming in das Land,
Snowy, kalt und ungalant.
Sonne, Beach in ferner Zeit,
for strandwear I'm not yet bereit.
Und Ostern nun als Zeit des Food,
tut keiner "well-planned" diet gut.
Für die Körperform der Kugel,
buk ich Samstag Chocolate-gugl. 
An Eastersunday gabs vier Kuchen,
die werd ich unter Obst verbuchen.
Even the Uni is closed am Feiertag,
while ich mich at home still quälen darf.
Doch at least hab ich jetzt ein Osternest,
 which eating empty I'm the best.
Und somit denk ich mir every year:
Thank you chocolate for being here!


Das Osterwochenende war dieses Jahr wirklich sehr schön. Ostersamstag haben mein Freund und ich sehr entspannt angehen lassen. Ich habe ein wenig an meiner Hausarbeit gearbeitet - dafür bin ich extra in die Unibibliothek gefahren, da ich ein bestimmtes Buch brauchte. Genau dieses Buch war natürlich ausgeliehen. Man nimmt doch gerne eine Stunde Hin- und Rückfahrt auf sich, wenn auf dem Tagesplan noch das Backen von 36 Minigugln steht. Ich habe dann erstmal zwei Gläser Erdbeertiramisu nach eigenem, blitzschnellen Rezept gemacht. Dazu habe ich 150 g Mascarpone mit einem großzügigen Schluck aufgeschlagener Cremefine und einem Päckchen Vanillezucker verrührt und abwechselnd mit zerstampften Erdbeeren aus der Dose und Amarettini in zwei Gläser (je 200 ml Fassungsvermögen) geschichtet. 



Ostersonntag war dann Familientag. Ich muss ja gestehen, dass ich immer noch ein großer Freund des Ostereiersuchens bin. Vielleicht sogar noch mehr als früher. Meine Geschwister und ich sammeln fleißig (ohne Ellenbogeneinsatz *hust*) um die Wette, bis wirklich jeder kleinste Winkel des Gartens durchforstet und jeder Stein umgedreht ist. Dieses Jahr haben wir das erste Mal im Haus suchen müssen - das Wetter hat uns einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir hatten nämlich große Sorge, dass die ganze Schokolade in der Sonne schmilzt. Wir hatten gestern auch noch etwas anderes, sehr sehr wichtiges zu feiern. Meine kleine, zuckersüße Schwester ist gestern dreizehn geworden. Jetzt ist sie tatsächlich kein Kind mehr. Da hat sie mir wohl was voraus. Ich hab zur Feier des Tages die Mangotarte von dem wundervollen Foodblog "lykkelig" (KLICK) nachgebacken. Vielen Dank an Rike & Christin für dieses Rezept. Mein Freund ist der Meinung es war der beste Kuchen, den er je gekostet hat und das heißt wirklich was. Er ist nämlich kein großer "Süß- bzw. Kuchenfreund". Außerdem gab es, von meiner Mama gebacken, eine fantastische Nougattorte, meine kleine Schwester selbst hat einen Sandkuchen mit Zitronensaft getränkt und eine Freundin meiner Mutter hat einen Kirsch-Quark-Streusel Kuchen mitgebracht. Die Rezepte für die Gugl (Mandel-Eierlikör & Schokolade) spare ich mir. Sie sind nämlich aus dem zur Form gehörigen Backbuch von DERGUGL, das ich mir schon ewig gewünscht habe und wer von euch die Backform nicht hat, wird es eh nicht nachbacken und wer die Form hat, hat auch das Buch... Ich habe mich genau ans Rezept gehalten, allerding hat das Rezept für die Schokogugl nicht so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe. Der Teig war einfach nicht flüssig genug für die winzigen Ausbuchtungen der Form. Da hab ich mich ganz schon rumgeärgert. Beide Sorten haben sehr ungewöhnlich geschmeckt. Wirklich mehr wie Pralinen als wie Kuchen. Sie sind aber so verdammt hübsch, dass sich der Aufwand wirklich lohnt.



 Ich werde jetzt den restlichen Tag ausnahmsweise mal mit Buch lesen und Fernsehen verbringen. Der Arbeitsalltag hat mich eigentlich schon seit heute morgen wieder, aber den Nachmittag spanne ich noch ein bisschen aus.
Ich hoffe mein ursprünglich mal 10 Kilo schweres Osternest lebt morgen noch.
Alles Liebe & Frohe Ostern. L.

Sonntag, 24. März 2013

Wenn ich könnte, wie ich wollte.....

...würde wahrscheinlich gar nichts mehr klappen.
Warum möchten wir bloß immer das, was wir nicht haben?
Bei der ganzen Sprunghaftigkeit, die besonders mein Kopf zu bieten hat, sollte ich eigentlich Leistungssportlerin sein. Stattdessen dümpelt mein fauler Körper vor sich hin. Habe ich Semesterferien, denke ich daran wie schön es doch wäre ab und zu zum Uni-Aerobickurs gehen zu können. Schwinge ich nun im Aerobickurs meine gesamte Körpermasse von A nach B und von dort nach C und fuchtel dabei mit den Armen herum als ob ich kurz vor dem Ertrinken wäre, kann ich den Blick von der Uhr nicht lassen und empöre mich, dass der Anfängerkurs viel zu sehr auf die Arme geht. Ich bin doch nicht beim "Bodyfit"! Habe ich mir die blonden Haare brünett gefärbt, weil mir die alte Farbe nicht richtig gefiel, brauche ich Wochen um mich daran zu gewöhnen, denn auf meiner Wunschliste steht schon wieder ganz oben drauf "Haare werden jetzt rot!" Wenn ich einen Tee trinke, kann ich es auf keinen Fall nur bei einer Tasse belassen, da ich während des Schlürfens des heißen Pfefferminzgebräus unglaubliche Lust auf Fenchel bekomme....
Heute morgen jedoch bin ich eins mit mir! Ich bin ganz sicher, dass mein Milchkaffee mir richtig gut schmeckt, ich bin auch ganz sicher, dass ich gerade nichts anderes frühstücken möchte (Das Fertigtiramisu, das ich gerade inhaliert habe, zählt eh schon als frühstück - die Löffelbiskuits waren so stark alkoholisiert, dass ich jetzt zu Chartsmusik auf meiner Küchenbank abdance beim Schreiben..). Ich bin auch ganz sicher, dass ich keine Lust habe, gleich in die Universitätsbibliothek zu gehen und dort weiter an meiner furchtbar fießen Hausarbeit rumzuschreiben (es geht bei der Arbeit darum, dass alle miteinander rummachen und ich muss rausfinden, ob sich irgendwer dabei strafbar macht. - Keiner der Handelnden ist minderjährig und wenn ich gerade meinen letzten Satz nochmal lese, habe ich das dumme Gefühl den Sachverhalt nicht verstanden zu haben.) Zu guter letzt wünsche ich mir übrigens Sommer, Sonne und Faulheit. Darüber sind sich Body & Soul wirklich einig.
Ich weiß nicht wie es euch allen geht, aber in Berlin hat das Wetter die Jahreszeit des Frühlings nicht wirklich verstanden. Der März ist ja eigentlich nicht für klirrende Kälte & dicke weiße Glückwunschflocken, die vom Himmel heruntertaumeln, bekannt. Ich glaube Frau Holle hat dieses Jahr an Weihnachten viel zu viel Eierpunsch getrichtert und schüttelt inzwischen mit dem Kater ihres Lebens das Bettzeug in Überlänge. Immerhin ist bald Zeitumstellung: Dann können mein Wecker und ich unseren morgendlichen Kampf schon eine Stunde früher austragen und ich habe mehr Zeit für die wichtigen Sachen, sobald mein Wecker den Kampf gegen mich gewonnen hat. Ähm *hust*.
Bis dahin male ich mir den Frühling einfach. Wie ihr oben seht, sollte ich eigentlich nicht Jura, sondern Kunst studieren, aber ich hatte einfach Angst zu schnell berühmt zu werden und den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Habt einen wunderschönen Tag und einen guten Start in die neue Woche und futtert Weihnachtsplätzchen, solange das Wetter dazu noch legitmiert.    Eure L.



(60 g Butter und 1 Ei in 150 g Mehl, 60 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und einer Prise Zimt mit einem Messer zerhacken. Mit den Händen zu einem Mürbeteig kneten und in Klarsichtfolie eingerollt eine Stunde im Kühlschrank liegen lassen. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche in beliebiger Dicke ausrollen und Plätzchen ausstechen. Bei 180 Grad backen bis die Ränder der Plätzchen anfangen zu bräunen. Auskühlen lassen und mit Zuckerguss (Puderzucker nach und nach mit lauwarmem Wasser glattrühren) bestreichen und dekorieren.)

Freitag, 15. März 2013

Restaurant Geheimtipp + "Insalata alla Moglie"

Guten Abend folks und einen wunderbaren Start ins Wochenende.
-Endlich!
Eine lange und anstrengende Woche, die mir den letzten Nerv jedoch nicht rauben konnte, sodass ich sogar große Lust auf einen kleinen Freitagabendpost bekommen habe, ist vorbei. Da fällt mir nochmal etwas grundsätzliches zum Bloggen ein. Vor kurzem habe ich irgendwo eine Kritik über das Bloggen gelesen und bemängelt wurde unter anderem die Verbissenheit, mit der manche Ladies ihren Blog pflegen. Es scheint so einige zu geben, die im Besitz eines gigantischen Notizbuches sind und dort oft schon Monate im Vorraus genau festlegen, was sie wann posten. Es wird ein halbes Jahr vorher gebacken, damit an den besonders wichtigen Bloggertagen kein Stress mehr aufkommen kann. Völlig unspontan bereits vorgetippte Sachen zu posten käme für mich wirklich nicht in Frage! Der andere Kritikpunkt war, dass viele Blogger Kosmetik, Bücher, Backutensilien und Firmen nur deshalb vorstellen, weil sie von den entsprechenden Fädenziehern gesponsort werden. Die Themen sind also vorgegeben (solange man mit seinem Blog Geld verdienen möchte) und spiegeln teilweise in keinster Weise die Meinung des Bloggers wieder.
Wo bleibt denn da der Spaß bei der Sache??
Im Rahmen dieser kleinen Ansprache möchte ich euch heute etwas zeigen, dass mir wirklich sehr gefallen hat.
Es handelt sich um ein kleines Restaurant/Pizzeria in Berlin Tiergarten. Das "La focaccia" in der Lützowstraße 19, 10785 Berlin.


Warum es mir gefällt:
Schlicht und einfach kommt es daher,
es liegt in keinem der Touri-/Schicki-/wir-sehen-alle-gleich-aus-Bezirke,
es bedienen junge und freundliche Kellner,
das Publikum ist teilweise ebenso jung,
das Essen kommt schnell,
es gibt eine relativ klein gehaltene Speisekarte mit zwei Pastagerichten, ca. 6 Salaten und Pizza in 10 Varianten, außerdem: köstlichstes, warmes, heftiges, gewürztes, tolles Focaccia! Dazu wechselnde Tagesgerichte. Ich habe bisher zwei verschiedene Pizzen probiert, das Focaccia, einen Insalata Tonno und einmal den Salat des Hauses, den ich heute noch vorstellen werde. Alles war sehr gut bis hervorragend und ist zu wirklich erschwinglichen Preisen zu haben.

Den Salat des Hauses fand ich so umwerfend, dass ich ihn zu Hause nach bester Erinnerung und leicht abgewandelt nachgekocht habe und es ihn bei mir Zuhause diese Woche gleich zweimal gab. Meinen Freund hat das nicht gestört, der fand ihn nämlich genauso genial wie ich!
Den Namen erhielt der Salat von mir und lässt sich auf unsere letzte Italienischstunde zurückführen. Dort lernte ich mein neues Lieblingswort kennen, als es mitten in einem Text des Lehrbuchs auftauchte: MOGLIE. Ich wollte natürlich sofort wissen wer dieser Mogli ist, denn ich dachte zunächst an diesen jungen Mann:
Schnell wurde ich eines besseren belehrt, denn die "Moglie" ist die "Ehefrau" (natürlich anders ausgesprochen). So kam es dazu, dass ich meinen Freund Abends fragte, ob er Lust auf Insalata alla Moglie (natürlich falsch/deutsch ausgesprochen) hätte und so erhielt der Salat seinen Namen.

                                                   Insalata alla Moglie


Zubereitung (von zwei schön großen Portionen): Einen halben Feldsalat waschen, eine halbe Salatgurke schälen und putzen, eine kleine rote Zwiebel schälen und nach Belieben hacken oder in Ringe schneiden. Alles in einer Schüssel nett anrichten. Eine Handvoll Oliven (Grün - Ohne Stein) dazugeben, je nach Geschmack Feta zerbröseln und über den Salat geben. Mit eingelegten, getrockneten Tomaten (ca.4 Stück pro Nase) garnieren.
Das Dressing: 1 Teelöffel Senf, 1/2 Teelöffel Zucker und 3 EL Aceto Balsamico verrühren. 2-3 EL Olivenöl einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und über den Salat geben.

Ich wünsche euch ein schönes, erholsames Wochenende unter Palmen.
Alles Liebe, L.





Bilder (la focaccia & mogli) von hier http://www.restaurant-kritik.de/139899 und hier http://media.comicvine.com/uploads/0/77/984764-mogli2_large.jpg

Sonntag, 10. März 2013

Bella Italia ... Tiffi e biscotto!

Und nun die völlige Stille.....

Nein, das war sie schon. Versprochen! Und ich kann mich nur vielmals entschuldigen. All zu gut weiß ich, dass man bei Blogs, die man regelmäßig verfolgt irgendwann abschaltet, wenn nichts mehr kommt. Ich hatte (leider) sehr viel zu tun in letzter Zeit. Unter anderem Lernen, Reisen und mich um meinen Freundeskreis kümmern.
Meinen kleinen Blog habe ich dabei fast vergessen.  Ich hoffe aber, wenigstens den Grundsatz von Qualität statt Quantität mit meinen Posts zu beherzigen und werde nun wieder anfangen regelmäßiger zu bloggen.
Nun aber auf zur Tat. Erstmal einen frisch gebrühten Milchkaffee zu einer Scheibe dunklem, getoasteten Brot mit Butter und Milkaschokolade. Das hört sich nach mir an! Nachdem ich nun eine Woche auf Sardinien (Sardegna) Cappucini (Zwischen 1,10€ und 1,30€ auf einer der angeblich teuersten Inseln... und jedes mal besser als bei Starbucks & Co. - nehmt euch ein Beispiel deutsche Coffeyshops) und das fantastische italienische Frühstück genoßen habe (Toast, Panetone, wässriger Joghurt), möchte ich mich heute in meinem deutschen von Fett und Zucker triefenden Frühstück suhlen.

Es gibt nämlich News: Ab August wird dieser Blog von Bella Roma aus weitergeführt. Ich habe nämlich den heißbegehrten und einzigen Platz für ein englischsprachiges Semester der Rechtswissenschaft an der Libera Universita Maria Ss Assunta ergattert (im ERASMUS-Programm). Entsprechend glücklich und erleichtert, damit habe ich mich nämlich einfach nicht getraut zu rechnen, bin ich gestern Abend (frisch aus dem Flieger gestiegen) durch meine Wohnung gehüpft.
Warum eigentlich Italien? Das wollte der Professor, der das Vorstellungsgespräch leitete, von mir wissen. Nun, zum einen, da ich vor 6 Jahren bereits ein Jahr in Übersee verbracht habe und zum anderen, da ich mit zunehmendem Alter ein echter Europafan geworden bin. Klar gibt es die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern auch auf anderen Kontinenten. Aber nirgends liegen so wie hier in Europa verhältnismäßig kleine Länder nah beieinander und unterscheiden sich voneinander im großen Stil. Klar haben wir da Frankreich, Spanien und Italien, die sich ein bisschen ähnlich sind.. Doch mitten drin sitzt dann Deutschland. Klima anders, Leute anders, Mentalität anders. Gerade das weckt wohl die Lust auf Neues.
Natürlich ist da das kleine Problem, das die Sprache gelernt sein will. Obwohl ich seit einem halben Jahr einen Kurs an der Volkshochschule in Italienisch besuche, kann erst durch Anwendung, also durch Reden wirklich gelernt werden (Imparo per parlare). Jeder Fehler, den mein Freund und ich in unserer einen Woche Sardinien gemacht haben, wird uns kaum noch unterlaufen. Gerade das, was man eigentlich genau wusste, ging oft im entscheidenden Moment schief. So bestellte ich völlig überzeugt zwei "bierro" (bier), obwohl mir schon seit einer Weile klar war, dass es Bierra heißt, somit Femininum ist und die Zahl Zwei natürlich einen Plural fordert, womit ich im besten fall "due bierre" bestellt hatte. Mit gleicher Motivation fragte mein Freund nach "una camero" (=ein Zimmer, und auch hier wieder das falsche Geschlecht) und ich brüllte den Hotelier auf die Frage wie viele Nächte wir bleiben möchten (Quanta notte?) mit einem lauten "uno" an..... Trotz allem wurde klar wie sehr es geschätzt wurde, dass wir uns mit unseren wenigen Kenntnissen abmühten und der Mix aus Englisch und Italienisch einen Schwerpunkt auf dem italienischen hatte.
Ich dachte übrigens bis zu diesem Urlaub, dass die Italiener nicht backen können. Und auch wenn ich nicht das erste Mal in Italien war, habe ich erst dieses Mal die liebevoll geführten kleinen Backstuben entdeckt und mir täglich ein paar ausgewählte köstliche Biscotti gekauft. Tatsächlich habe ich jedoch ein interessantes Verhältnis zu Süßem feststellen müssen. Welches Kind hat schon Lust Ostereier zu suchen, wenn im Garten ein gigantisches Etwas in Größe eines Straußeneis herumsteht? Da sind die MiniItalos satt bis Weihnachten und dick gefüttert oben drein.



Wo wir eh schon beim Essen sind.. Ist euch schonmal aufgefallen, dass es in Deutschland unglaublich wenig deutsche Restaurants gibt? Vielleicht ab und zu eine Dorfschenke in weniger bedeutenden deutschen Gefielden, in denen auch mehr Wert auf das aktuell angesteckte Fass, als auf den Kloß mit der Soß des Tages gelegt wird. Aber schaue ich mich hier in Berlin (und anderen deutschen Städten um), habe ich das Gefühl von einem internationalen Speiseangebot der Meisterklasse umgeben zu sein. Von Arabisch über Griechisch bis Thailändisch ist alles dabei. Nur die deutsche Küche fehlt. Selbst zuhause kochen wir abends nach der Uni lieber eine Bolognese als ein paar Rouladen.
Wie machen das die Italinier? Nach meiner Erfahrung (und ich weiß, dass es in den italienischen Großstädten auch den ein oder anderen Asiaten und die obligatorischen Dönerbuden gibt) essen Italienier am liebsten italiniesch. Irgendwo verständlich - die italienische Küche bietet viel und schmeckt fantastisch. Aber als ich beim gemütlichen kleinen Italinier in Olbia (KLICK: Das ist hier) beim Dinner saß, und mich umringt sah von pummeligen und schlanken Italienern jeden Alters, die sich völlig zufrieden und unkritisch die dreitausendste Pizza ihres Lebens einverleibten, kam ich ins Grübeln: Ist der Italiener so leicht zufriedenzustellen oder ist es die richtige Einstellung mit seiner kulinarischen Kultur in Einklang zu leben und nicht ständig einem unbekannten Geschmack hinterherzujagen? Wie dem auch sei: ich habe jedesmal schon nach einer Woche die Schnauze voll und sehnte mich auf dem Rückflug hingebungsvoll nach einem Hähnchencurry..

Sardinien ist übrigens wunderschön. Berge folgen weißen Stränden, Palmen und Tannen stehen beieinander. Bilder sagen mehr.









Machts euch schön im Schneegestöber!!
Leonie
Ps: Cappucino italiano schmeckt besser als cafelatte tedesco!

Sonntag, 3. Februar 2013

All American Bakery Part 2 (Cupcakeparty)



Guten morgen alle zusammen.
Hier kommt der zweite Teil der All American Bakery und heute soll sich alles um Cupcakes drehen.
Das Wochenende ist zum Glück in vollem Gange und nachdem ich eh schon die ganze Woche das Gefühl hatte, Ferien oder zumindest Wochenende zu haben, treffen sich zwei weitere Tage zur puren Erholung ganz gut.
Während ich frühstückte, Milchkaffee und Joghurt, und dabei meine morgendliche Blogrunde drehte, habe ich wie man unschwer sieht, das Design meines Blogs ein bisschen geändert. Ich hatte plötzlich das Bedürfnis meinen Blog etwas seriöser aussehen zu lassen, zum einen, da ich wenn schon nicht in real life, dann  wenigstens virtuell super seriös sein möchte und zum anderen, weil man beim Durchklickern schon das Gefühl bekommt, dass die Blogs mit dem wenigsten Schnickschnack die besten Klickzahlen haben. Und witzigerweise kann man sich von Klickzahlen ja tatsächlich etwas kaufen -  warum daran also nicht arbeiten.

Und ohne euch weiter warten zu lassen, geht es direkt los mit den Cupcakes. Cupcakes sind übrigens  keine Modeerscheinung, die Oprah Winfrey


vor 5 Jahren in ihrer Talkshow im Rahmen eines Nicht-Diät-Programs erfand, sondern schon im 19. Jahrhundert irgendwo in den USA erfunden worden (ganz im Gegensatz zur Pizza, die die Amerikaner sich ja ebenfalls gerne als ihre Erfindung zuschreiben, scheint der Gebäckursprung der Cupcakes glaubhaft im Land der unbegrenzten (Cupcake-) Möglichkeiten zu liegen). Cupcakes sind übrigens auch nicht das gleiche wie Muffins. Werden Cupcakes richtig zubereitet putzen sie schon ohne Topping durch ihre Saftigkeit und Süße einen (manchmal doch) staubtrockenen Muffin von der Platte. Der Name soll übrigens tatsächlich nichts anderes bedeuten als "Tassenkuchen", da die Form der kleinen Törtchen an Tassen erinnert.
Ich habe hier ein wunderbar säuerliches und fruchtiges Rezept für euch. Wem das Backen zu anstrengend ist, kann sich stattdessen einen Cupcake aus einer der unendlich vielen Möglichkeiten in Deutschland besorgen: von 1€ im Migranten-Backshop um die Ecke bis zum 8€-Cupcake (mit Blattgold) aus dem KaDeWe ist jeder Vorliebe Rechnung getragen. By the way- Ist euch schonmal aufgefallen wie wahnsinnig unterschiedlich ein und dasselbe Lebensmittel in den unterschiedlichen Bundesländern zubereitet wird?? Nehmen wir zum Beispiel den aus Berlin stammenden Döner. Ich als Berlinern wollte darauf natürlich auch in Bamberg, Bayern, nicht verzichten, bestellte ohne mit der Wimper zu zucken "einen Döner, Kräuter-Scharf, Salat alles", wurde misstrauisch vom Bamberger Dönerverkäufer angeschaut und erhielt drei Stücke Fleisch im Toastie mit Knorr-Joghurt-Dressing... Ich war kurz davor Landeshochverrat anzumelden.
Zurück zum Thema: Ganz ohne etwas zu naschen sollte man jedoch nicht weiterlesen - wenn King backt läuft jedem das Wasser im Mund zusammen...
Hat man einmal ein tolles Grundrezept erlangt, kommt man nicht mehr so schnell davon weg. So geht es mir mit dem Rezept des Frostings der Cupcakes, die ich zuerst vorstellen möchte:

Zitronen-Erdbeer-Cupcakes mit Sirup und White Chocolate Frosting

Zutaten:
150g Butter
150g Zucker
Prise Salz
Schale von 2 Zitronen
3 Eier
150g Mehl
1 TL Backpulver
Frische Erdbeeren
Saft einer Zitrone + gleiche Menge Zucker für den Sirup
100 g weiße Schokolade
50 g Butter
100 g Doppelrahmfrischkäse

Zubereitung:
Alle Zutaten außer den Erdbeeren zu einem glatten Teig verrühren. Erdbeeren waschen und halbieren. Die Muffinform zu zweidritteln mit Teig befüllen und jeweils ein bis zwei Erdbeerviertel in den Teig drücken. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen goldgelb backen. Stäbchenprobe machen.
Aus Zitronensaft und gleiche Menge Zucker (auswiegen!) in einem Topf aufkochen und eindicken lassen. Die noch warmen Cupcakes damit bestreichen.  Auskühlen lassen.
Für das Icing 100 g weiße Schokolade schmelzen und abkühlen lassen. 50 g Butter mit 100 g Doppelrahmfrischkäse cremig verrühren. Geschmolzene Schokolade dazufügen und gut vermengen. Mit einem Spritbeutel großzügig auf die Cupcakes geben.
Mit einer kleinen Erdbeere/einer Erdbeerscheibe dekorieren.


Bei den zweiten Cupcakes habe ich mir Mühe gegeben mich meinen Bloggerkolleginnen und den ganzen Modernen Backbüchern anzupassen. Ich habe komplette Süßigkeiten verbacken. Stellt euch nicht vor, dass es sich hierbei um eine Tüte Gummibärchen im Schlafrock handelt! Ich habe natürlich versucht die Candies so zu kombinieren, dass sie Teig und Frosting aufwerten und ich glaube, dass ich mir gelungen auch wenn ich nicht komplett zufrieden war. Das Foto sieht leider unmöglich aus... ehrlich gesagt ist es ein Schnappschuss, den ich noch schnell gemacht habe bevor die Cupcakes ratzfatz aufgegessen waren. Könnte Gebäck reden, hätten die (eigentlich) Hübschen sich wahrscheinlich beschwert, aber so hatte ich wohl Glück nicht an eitle Cupcakes geraten zu sein.

Double-Chocolate-Twix-Cupcakes und Chocolate-Mintcandy-Cupcakes mit  Buttercreme-Topping


Zutaten (für 6 Cupcakes) für den Teig:
65 g weiche Butter
65 g Zucker
1 Ei
1 Päckchen Vanillezucker
65 g Mehl
1/4 TL Backpulver
1 EL Backkakao
1 EL Milch

Zubereitung:
Den Ofen auf 180° C vorheizen. Alle Zutaten bis auf Kakao und Milch zu einem cremigen Teig verrühren. (Wie immer: Zuerst Zucker, dann Butter, dann Ei blabla... zwischendurch immer rühren. LOGO!) Kakao und Milch zum Teig geben und unterrühren. Den Teig auf sechs Papierförmchen verteilen. Jeweils zwei Schokominzpastillen in den eingefüllten Teig von drei Förmchen drücken, sodass sie vom Teig umschlossen werden. Twix in ca. 1x2 cm große Stücke schneiden und im Teig der restlichen drei Förmchen versenken. Merken wo welche Süßigekeit eingebacken ist!!! Ca. 18 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Für das weiße Buttercreme Topping:
75 g zimmerwarme Butter verrühren, 100 g Puderzucker und 1 TL Vanilleextrakt dazugeben und verrühren. In einen Spritzbeutel geben und in den Kühlschrank legen.
Für das Schoko Topping:
50 g Butter weichschlagen. 100 g Puderzucker, 1 EL Kakao und 3/4 EL Milch mit einrühren. Ebenfalls kaltstellen.

Cupcakes aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Auf die Schokomint-Cupcakes das weiße Frosting auftragen. Mit zwei weiteren Minzpastillen verzieren. Auf die Twix-Cupcakes das Schokoladentopping großzügig aufspritzen. Mit einem Stück Twix verzieren.

Die Cupcakes waren schneller weg als man gucken konnte, allerdings war ich mit den Twixcupcakes nicht ganz zufrieden. Das lag nicht an dem Rezept (das übrigens komplett meine Erfindung ist), sondern an dem biskuitähnlichen Keks, der im Twix drinsteckt und innerhalb des Cupcakes einfach nicht mein Geschmack war.

Das wars jetzt erstmal von mir. Eine wichtige Ansage habe ich jedoch noch zu machen:
Es werden hier auf Tiffi & Keks übrigens demnächst ein paar Gastblogger schreiben. Das Privileg sich mitteilen zu können, ist ein großes und jeder meiner zukünftigen Gäste, hat ein Projekt, eine Idee oder ein Rezept, von dem er/sie so überzeugt ist, dass es euch nicht vorenthalten werden soll.
Die nun kommende Woche wird hier nun fleißig gastgebloggt und zwar von zwei Berlinerinnen aus zweierlei Generationen, die für uns den Berliner Kuh´Damm mal auf eine ganz andere Art und Weise unter die Lupe nehmen.
Seid gespannt!
Alles Liebe für eine Morgen startende, hoffentlich lehr- und freudenreiche Woche.
Ich geh jetzt erstmal zum Zwei-Generationen-Familienessen beim Dönermann um die Ecke.
Leonie